CT Cyber Resilience Act
Der Cyber Resilience Act gehört zu den wichtigsten europäischen Regulierungsschritten der nächsten Jahre. Er verändert, wie vernetzte Produkte entwickelt, dokumentiert, überwacht und in den Markt gebracht werden – und betrifft damit nahezu alle Akteurinnen und Akteure der Elektronik- und Digitalindustrie: Hersteller, Importeure, Distributoren, Systemintegratoren.
Das Competence Team CRA bietet den Mitgliedsunternehmen einen strukturierten Rahmen, um die neuen Vorgaben zu verstehen, interne Zuständigkeiten zu klären und die Auswirkungen auf Lieferketten, Produktentwicklung und Distribution fundiert einzuordnen.
In diesem Kreis treffen sich Entscheidungsträger:innen und Fachverantwortliche, um Interpretationsfragen zu klären, Erfahrungen auszutauschen und Vorgehensweisen zu vergleichen, die im täglichen Geschäft tatsächlich funktionieren. Dabei geht es sowohl um regulatorische Grundsatzthemen als auch um sehr konkrete operative Anforderungen.
Schwerpunkte des Competence Teams
Klassifizierung & Risikobewertung
Welche Produkte fallen in welche Risikokategorie? Wie tief müssen Risikoanalysen dokumentiert werden? Und wie lassen sich bestehende ISO- oder RED-Prozesse sinnvoll integrieren?
Secure-by-Design & technische Dokumentation
Das Team diskutiert Best Practices für Entwicklungsprozesse, Mindestanforderungen an Security Architecture, Software-Bill-of-Materials (SBOM) sowie die fortlaufende Pflege der technischen Dokumentation.
Vulnerability Handling & Incident Reporting
Ein zentrales Thema ist die Organisation eines nachhaltigen Schwachstellenmanagements: Definition von Reaktionszeiten, Meldepflichten gegenüber ENISA/Behörden und der Aufbau interner Workflows für Updates und Security-Patches.
Rollenverständnis in der Wertschöpfungskette
Hersteller, Importeure, Distributoren tragen unterschiedliche Pflichten. Das CT beleuchtet, wie Nachweise, Informationen und Verantwortlichkeiten sauber und effizient entlang der Kette weitergegeben werden können – ohne unnötigen Aufwand oder rechtliche Lücken.
Übergangsfristen, Haftung & Marktaufsicht
Im Austausch werden typische Fallstricke, Grauzonen und Erfahrungen aus ersten Prüfungen diskutiert, um Unternehmen auf kommende Kontrollen und Nachweisanforderungen vorzubereiten.
Wissenstransfer und Verknüpfungen
Das Competence Team beobachtet die laufende regulatorische Entwicklung, wertet Hinweise der Marktaufsichten aus und verknüpft Erkenntnisse aus Parallelregulierungen wie NIS2, RED oder dem Produktsicherheitsrecht. Die Ergebnisse fließen sowohl in interne Circle-Arbeiten als auch in weiterführende Angebote des Verbandes ein – von Leitlinien über Workshops bis zu möglichen Positionspapieren.
Nutzen für die Mitgliederunternehmen
Durch diesen kontinuierlichen Austausch entsteht ein praxisorientiertes und gleichzeitig strategisch relevantes Verständnis dafür, wie Cybersicherheit, Compliance und Produktstrategie in Einklang gebracht werden können. Unternehmen profitieren von mehr Orientierung, von kürzeren Entscheidungswegen und von einem klareren Überblick über die Anforderungen, die sie in den kommenden Jahren prägen werden.